Stoffwindelzuschuss – was ist das?

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Was ist ein Stoffwindelzuschuss oder Stoffwindelgutschein?

Einer der vielen Vorteile von Stoffwindeln ist, dass Familien damit nicht nur die Umwelt schützen, sondern gleichzeitig Geld sparen können.

Einige Kommunen, vor allem im Süden Deutschlands, unterstützen Eltern bei der Anschaffung von Stoffwindeln finanziell.

Das machen die Städte, Gemeinde und Landkreise nicht aus Nettigkeit, sondern weil die Entsorgungsunternehmen dazu angehalten sind, gemäß der bundesweit gültigen Abfallhierarchie zu haushalten. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Müll, der nicht anfällt, ist besser, als Müll, der verwertet werden muss. Das gilt natürlich auch für die rund eine Tonne Windelmüll, die pro Kind anfällt.

In Österreich ist der Zuschuss als Windelbonus bekannt und recht weit verbreitet, daher wird er auch umso unbekannter, je weiter wir in den Norden von Deutschland schauen. Aber auch dort kommt es langsam zum Umdenken: Münster (Nordrhein-Westfalen) und Kiel (Schleswig-Holstein) beispielsweise haben 2022 Zuschüsse eingeführt.

Und warum gibt es so einen Zuschuss?

Stoffwindeln erscheinen anfangs oft teuer. Dabei sind die über die Wickelzeit nachweislich deutlich günstiger als Einwegwindeln, von Entsorgungs- und Verwertungskosten mal ganz abgesehen!

Die hohe Erstinvestition macht es dennoch für viele Familien nicht leicht, sich für Stoffwindeln zu entscheiden. Mit einem Zuschuss wird dieser Faktor abgeschwächt und auch einkommensärmere Haushalte erhalten die Möglichkeit, ohne große Einbußen auf die natürliche und nachhaltige Alternative zurückzugreifen.

Dazu kommt, dass mancherorts kostenfreie Windelmüll-Beutel oder -Tonnen ausgegeben werden – mit dem Zuschuss werden Familien entlastet, die auf diese verzichten.

Das Hauptargument für die Entsorgungsunternehmen ist die bereits genannte Abfallhierarchie, die aus dem Abfallvermeidungsprogramm des Bundesumweltministeriums hervorgeht.

Wie viel Geld gibt es als Windelzuschuss?

Die Höhe des Zuschusses variiert stark. Manche Kommunen bezuschussen sogar zusätzlich eine Stoffwindelberatung.

Wie genau der Zuschuss aussieht, bestimmt jede Kommune selbst: 2021 lagen die Beträge in Deutschland zwischen 30 und 300 Euro. Es kann sich also lohnen!

Woher weiß ich, ob meine Stadt einen Windelzuschuss zahlt?

Die Seite deine-stoffwindel.com sammelt alle Stellen, die Stoffwindeln bezuschussen – und wenn es einen Online-Antrag gibt, ist er ebenfalls direkt verlinkt.

Wenn dein Wohnort oder Landkreis dort vertreten ist, dann kannst du dir gegebenenfalls nach dem Stoffwindel-Kauf Geld zurückholen – meist braucht es dafür eine Rechnung.

Schau einfach mal nach, welche Voraussetzungen angegeben sind.

Auch kann es sich lohnen, bei deinem Entsorger oder auch dem Bürgerbüro vor Ort nachzufragen.

Sollte es einen Stoffwindelzuschuss geben, erhältst du dort Info – und wenn nicht, dann steigert deine Nachfrage die Chance, dass sich in deiner Kommune etwas tut.

Wenn es bei dir nämlich noch keinen Stoffwindelzuschuss gibt, dann kannst du das ändern!

Die Seite deine-Stoffwindel.com hält nicht nur ein Musteranschreiben für dich bereit, sondern auch viele weitere Hilfen wie gute Argumente für den Zuschuss, einen Flyer zum Download und sogar die Möglichkeit für eine persönliche Unterstützung bereit.

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